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Indikationen und Sicherheitshinweise für V.A.C.® Therapy

V.A.C. Therapy Sicherheitsinformation


Die Einwegkomponenten des V.A.C. (Vacuum Assisted Closure) Therapy Systems, einschließlich Schaumstoffauflage (z. B. V.A.C. GranuFoam™, V.A.C. GranuFoam Silver oder V.A.C. WhiteFoam Dressing), Schlauchleitungen und Folie, sind steril verpackt und latexfrei. V.A.C. Ulta/Info V.A.C. Therapy-Kanister und -Zubehör sind steril verpackt und latexfrei. Die Außenseite des Acti V.A.C. Kanisters und des Schlauchsystems sind als “sauber” aber nicht steril anzusehen. Sämtliche Einwegkomponenten des V.A.C. Therapy Systems sind nur zum einmaligen Gebrauch geeignet. Um einen sicheren und effizienten Gebrauch zu gewährleisten, dürfen V.A.C. GranuFoam, V.A.C. GranuFoam Silver und V.A.C. WhiteFoam Dressings nur mit V.A.C. Therapy Einheiten verwendet werden.

Die Entscheidung zur Anwendung einer sauberen bzw. sterilen/aseptischen Arbeitsweise hängt von den pathophysiologischen Wundverhältnissen, den Anweisungen des behandelnden Arztes und dem geltenden Protokoll ab.

WICHTIG: Wie bei jedem medizinischen Gerät muss ein Arzt hinzugezogen werden und sämtliche Gebrauchsanweisungen für Gerät und Verbandmaterial sowie Sicherheitshinweise müssen vor dem Gebrauch gründlich gelesen werden. Das Nichtbefolgen der Gebrauchsinformation kann zu Betriebsstörungen und potenziell schwerwiegenden oder sogar tödlichen Verletzungen führen. Das Vornehmen von Einstellungen und Durchführen von Therapieanwendungen dürfen nur auf Anweisung und/oder unter Aufsicht des behandelnden Arztes erfolgen.

Anwendungsgebiete


Die ActiV.A.C.® und InfoV.A.C. ®  Negative Pressure Wound Therapy (NPWT) sind integrierte Unterdruck-Wundtherapie-Systeme zur Anwendung im Krankenhaus, in Heil- und Pflegeanstalten und zu Hause. Sie schaffen eine Umgebung, die die Wundheilung durch sekundären oder tertiären (verzögerten primären) Verschluss fördern. Dazu bereiten sie das Wundbett für den Verschluss vor, reduzieren die Ödembildung10, fördert die Bildung von Granulationsgewebe12, 13 , steigert die Durchblutung12, 19, und entfernt Exsudat12 und infektiöses Material6. Die Therapie ist bei Patienten mit chronischen, akuten, traumatischen, subakuten und dehiszierten Wunden, Verbrennungen ersten und zweiten Grades, Geschwüren (beispielsweise diabetisches Fuß- oder Druckgeschwür/Dekubitus oder venöse Insuffizienz), Lappenplastiken und Gewebetransplantaten indiziert.

Das V.A.C.-GranuFoam-Silver Dressing bietet effektiven Bakterienschutz und kann dazu beitragen, die Infektion bei den vorstehenden Wundtypen17 zu reduzieren.

Kontraindikationen


V.A.C. Dressings dürfen nicht direkt auf freiliegende Strukturen (z. B. Sehnen, Bänder, Blutgefäße, Anastomosestellen, Organe und/oder Nerven) aufgelegt werden

HINWEIS: Siehe zusätzliche Warnhinweise zu Blutungen.

V.A.C. Therapy ist kontraindiziert für Patienten mit:

  • Maligner Tumorwunde
  • Unbehandelter Osteomyelitis


HINWEIS: Informationen zu Osteomyelitis bitte den entnehmen.

  • Nicht – enterokutanen oder nicht untersuchten Fisteln
  • Nekrotischem Gewebe/ Schorf


HINWEIS: Nach Debridement von nekrotischem Gewebe und komplettem Entfernen von Schorf kann die V.A.C. Therapy verwendet werden.

  • Silberallergie (nur bei V.A.C. GranuFoam Silver Dressing).

Warnhinweise


Blutungen
Ungeachtet dessen, ob die V.A.C. Therapy eingesetzt wird oder nicht, besteht bei bestimmten Patienten ein hohes Komplikationsrisiko durch Blutungen. Bei den folgenden Patiententypen besteht ein erhöhtes Blutungsrisiko, das - wenn es nicht unter Kontrolle gebracht wird - möglicherweise tödlich sein kann.

  • Patienten mit geschwächten Blutgefäßen oder Organen in oder im Umfeld der
  • Wunde, u. a. infolge von:
    • Nähten an Blutgefäßen oder Organen (bei nativer Anastomose oder Transplantaten)
    • Infektion
    • Trauma
    • Bestrahlung
  • bei Patienten ohne entsprechende Wundhämostase
  • bei Patienten, die mit Antikoagulazien oder Thrombozytenaggregationshemmern behandelt wurden.
  • bei Patienten, die keine ausreichende Gewebedeckung von Gefäßstrukturen haben.


Wird die V.A.C. Therapy für Patienten verschrieben, bei denen ein erhöhtes Blutungsrisiko besteht, so sollten diese von ihrem behandelnden Arzt unter den angemessenen Pflegebedingungen behandelt und überwacht werden.

Sollte während der Behandlung mit V.A.C. Therapy eine plötzliche oder starke Blutung auftreten oder frisches (hellrotes) Blut in Schläuchen oder Kanistern bemerkt werden, muss die V.A.C. Therapy unverzüglich gestoppt werden. Es müssen Sofortmaßnahmen ergriffen werden, um die Blutung zu stoppen, und sofort ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. V.A.C. Therapy Einheiten und Verbände sollten nicht dazu benutzt werden, um Gefäßblutungen zu verhindern, zu mindern oder zu stoppen.

Schutz von Gefäßen und Organen: Alle exponierten oder an der Oberfläche liegenden Gefäße und Organe in und um die Wunde müssen vor der Behandlung mit der V.A.C. Therapy völlig abgedeckt werden.

V.A.C. Foam Dressings dürfen nicht in direkten Kontakt mit Gefäßen oder Organen kommen. Eine dicke Schicht von natürlichem Gewebe bietet den wirksamsten Schutz. Ist keine dicke natürliche Gewebeschicht vorhanden oder chirurgisch nicht erzielbar, können mehrere Schichten von feinmaschigem, nicht haftendem Material oder Bioengineering-Gewebe als Alternative in Erwägung gezogen werden, wenn diese nach Ansicht des behandelnden Arztes eine komplette Schutzschicht bilden können. Nicht haftende Materialien müssen so angebracht werden, dass sie ihre Schutzwirkung im Verlauf der Therapie beibehalten.

Unterdruckeinstellung und Therapiemodus sollten beim Initiieren der Therapie ebenfalls entsprechend ausgewählt werden.

Bei der Behandlung großer Wunden, die nicht leicht erkenntliche, verborgene Gefäße enthalten können, ist ebenfalls Vorsicht geboten. Der Patient sollte sorgsam auf Blutungen überwacht werden. Der behandelnde Arzt entscheidet, welche Pflege (stationär, häuslich etc.) jeweils angemessen ist.

  • Infektionen: Infektionen können Blutgefäße erodieren und Gefäßwände schwächen, was sie empfindlicher für Schäden macht, die durch Reibung oder Manipulation verursacht werden. Bei eneiner Infektion besteht das Risiko von Komplikationen einschließlich Blutungen, die - wenn sie nicht unter Kontrolle gebracht werden - möglicherweise tödlich sein können. Bei der Verwendung von der V.A.C. Therapy in der Nähe infizierter oder potenziell infizierter Blutgefäße ist äußerste Vorsicht geboten (siehe vorstehenden Abschnitt über den Schutz von Gefäßen und Organen).
  • Hämostase, Antikoagulanzien und Thrombozytenaggregationshemmer: Bei Patienten ohne ausreichende Wundhämostase besteht ein erhöhtes Blutungsrisiko, das - wenn es nicht unter Kontrolle gebracht wird - möglicherweise tödlich sein kann. Diese Patienten sollten in einem Pflegeumfeld entsprechend der Anweisung des behandelnden Arztes behandelt und überwacht werden.


Bei der Behandlung von Patienten, die Antikoagulanzien oder Thrombozytenhemmer erhalten, ist besondere Vorsicht geboten, da diese das Blutungsrisiko erhöhen (abhängig von Art und Komplexität der Wunde). Unterdruckeinstellung und Therapiemodus sollten beim Initiieren der Therapie ebenfalls entsprechend ausgewählt werden.

  • An der Wundstelle verwendete Hämostatika: Nicht vernähte, blutstillende Mittel (beispielsweise Knochenwachs, resorbierbarer Gelatineschwamm oder Spray zum Versiegeln der Wunde) können das Blutungsrisiko erhöhen, wenn sie entfernt oder verschoben werden. Eine derartige Blutung kann tödlich sein, wenn sie nicht unter Kontrolle gebracht wird. Achten Sie darauf, derartige Mittel nicht zu entfernen oder verschieben. Unterdruckeinstellung und Therapiemodus sollten beim Initiieren der Therapie ebenfalls entsprechend ausgewählt werden.
  • Scharfe Ränder: Knochenfragmente oder scharfe Ränder können Schutzbarrieren, Gefäße oder Organe punktieren und Verletzungen verursachen. Jede Verletzung kann Blutungen verursachen, die möglicherweise tödlich sein können, wenn sie nicht unter Kontrolle gebracht werden. Achten Sie darauf, Gewebe, Gefäße und Organe in der Wunde nicht in Kontakt mit scharfen Rändern zu bringen. Scharfe Ränder oder Knochenfragmente müssen vor der Anwendung von V.A.C. Therapy aus dem Wundbereich entfernt oder abgedeckt werden, damit sie keine Blutgefäße oder Organe punktieren. Verbleibende Ränder sollten nach Möglichkeit vollständig geglättet und abgedeckt werden, um das Risiko einer schweren oder tödlichen Verletzung bei einem Verlagern der Strukturen zu verhindern. Beim Entfernen der Verbandkomponenten von der Wunde muss darauf geachtet werden dass das Wundgewebe nicht durch ungeschützte scharfe Ränder verletzt wird.


Infizierte Wunden
Infizierte Wunden sollten streng überwacht werden und erfordern möglicherweise häufigere Verbandswechsel als nicht infizierte Wunden, abhängig von Faktoren wie Zustand der Wunde, Behandlungsziel und Instillationstherapieparameter (für V.A.C. Instill Therapy System). Einzelheiten zur Häufigkeit des Verbandswechsels finden Sie auf der Packungsbeilage im V.A.C. Dressing-Karton. Wie bei jeder Wundbehandlung sollten Ärzte und Patienten/Pflegepersonal die Wunde des Patienten, das die Wunde umgebende Gewebe und Exsudat häufig auf Anzeichen von Infektion, zunehmender Infektion oder andere Komplikationen untersuchen. Anzeichen möglicher Infektionen sind Fieber, Empfindlichkeit, Rötungen, Schwellungen, Juckreiz, Ausschlag, Überwärmung im Wund- oder Wundumgebungsbereich, eitriges Exsudat bzw. ein starker Wundgeruch. Infektionen können schwerwiegend sein und zu einer Vielzahl von Komplikationen führen wie Schmerzen, Unbehagen, Fieber, Gangränen, toxischem oder septischem Schock. Anzeichen oder Komplikationen einer systemischen Infektion sind u. a. Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Kopfschmerzen, Schwindel, Ohnmacht, Halsschmerzen mit Schwellen der Schleimhäute, Orientierungslosigkeit, hohes Fieber (>38,8 °C), behandlungsrefraktärer und/oder orthostatische Hypotonus und Erythrodermie (eine Hautrötung wie bei einem Sonnenbrand). Bei Anzeichen einer beginnenden oder fortschreitenden systemischen Infektion der Wunde sofort den Arzt verständigen, um zu entscheiden, ob die V.A.C.® Therapy abgesetzt werden sollte. Für Wundinfektionen bei Blutgefäßen bitte auch den Abschnitt Infektionen zu Rate ziehen.

Infizierte Wunden mit V.A.C. GranuFoam Silver Dressing
Bei einer klinischer Infektion dient das V.A.C. GranuFoam Silver Dressing nicht als Ersatz systemischer Therapie oder anderer Verfahren zur Infektionsbekämpfung. V.A.C. GranuFoam Silver Dressing kann auf infizierten Wunden zusätzlich zur Standardbehandlung und zum Schutz vor dem Eindringen von Bakterien verwendet werden.

Osteomyelitis
Das V.A.C. Therapy System sollte bei einer Wunde mit unbehandelter Osteomyelitis NICHT verwendet werden. Gründliches Debridement des nekrotischen, abgestrobenen Gewebes einschließlich gegebenenfalls infizierter Knochen sowie entsprechende Antibiotikatherapie sollten erwogen werden.

Sehnen, Bänder und Nerven schützen
Sehnen, Bänder und Nerven sollten vor dem direkten Kontakt mit V.A.C. Foam Dressings geschützt werden. Sie können mit natürlichem Gewebe, nicht haftendem Mesh oder Bioengineering-Gewebe abgedeckt werden, um das Risiko einer Austrocknung oder Verletzung zu verringern.

Platzieren des Schaumstoffs
V.A.C. Dressings stets nur aus sterilen, ungeöffneten und nicht beschädigten Packungen verwenden. Schaumstoff nicht in blinde oder nicht untersuchte Wunden mit Tunneln platzieren. Das V.A.C. WhiteFoam Dressing kann für explorierte Wunden mit Tunneln besser geeignet sein. Schaumstoffverbände niemals mit übermäßiger Kraft in einen Wundbereich drücken, da dies das Gewebe schädigen, die Wirkung des Unterdrucks beeinträchtigen oder das Entfernen von Exsudat und Schaumstoff behindern könnte. Zählen Sie die in der Wunde verwendeten Schaumstoffstücke und notieren Sie die Gesamtzahl auf der Folie und im Krankenblatt des Patienten. Dokumentieren Sie außerdem das Datum des Verbandswechsels auf der Folie.

Schaumstoff entfernen
V.A.C. Foam Dressings sind nicht biologisch resorbierbar. Zählen Sie die aus der Wunde entnommenen Schaumstoffstücke und vergewissern Sie sich, dass dieselbe Anzahl an Schaumstoffstücken entfernt wurde, die zuvor angebracht wurde. Wird der Schaumstoff länger als empfohlen in der Wunde belassen, so kann es zu einer Einwachsung von Gewebe kommen, der die das Entfernen des Schaumstoffs aus der Wunde erschweren oder Infektionen oder sonstige unerwünschte Komplikationen verursachen kann. Sollten signifikante Blutungen auftreten, den Gebrauch des V.A.C. Therapy Systems sofort abbrechen und entsprechende Maßnahmen zum Stoppen der Blutung ergreifen. Schaumstoffverband erst nach Konsultation mit dem behandelnden Arzt oder Chirurgen entfernen. Den Gebrauch des V.A.C.
Therapy Systems erst fortsetzen, nachdem adäquate Hämostase erreicht wurde und der Patient nicht mehr blutungsgefährdet ist.

V.A.C. Therapy fortsetzen

V.A.C. Dressing nie ohne aktive V.A.C. Therapy länger als 2 Stunden in situ belassen. Wenn das Therapiegerät länger als 2 Stunden ausgeschaltet war, alten Verband entfernen und Wunde feucht halten. Entweder neues V.A.C. Dressing aus einer nicht geöffneten sterilen Packung auflegen und die V.A.C. Therapy erneut starten oder nach Weisung des behandelnden Arztes alternativen Verband anbringen.

Acrylklebstoff
V.A.C. Folie ist mit einem Acrylklebstoff beschichtet, der bei Patienten, die gegen Acrylklebstoff hypersensibel oder allergisch sind, eine allergische Reaktion hervorrufen kann. Bei Patienten mit einer bekannten Allergie oder Hypersensibilität gegen derartige Klebstoffe sollte das V.A.C. Therapy System nicht benutzt werden. Bei Anzeichen einer allergischen Reaktion oder Hypersensibilität wie Rötung, Schwellung, Hautausschlag, Urticaria oder ausgeprägtem Juckreiz die Behandlung absetzen und sofort einen Arzt zu Rate ziehen. Bei Auftreten von Bronchospasmus oder einer schwereren allergischen Reaktion unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Defibrillation
V.A.C. Dressing abnehmen, wenn eine Defibrillation im Bereich des angelegten Wundverbands erfolgen muss. Ansonsten kann die Übertragung der elektrischen Energie und/oder die Reanimation des Patienten beeinträchtigt werden.

Kernspintomografie (MRI) und V.A.C. Therapy Einheit
Die V.A.C. Therapy Einheit ist nicht MR-sicher. Die V.A.C. Therapy Einheit nicht in den Kernspinbereich (MR-Bereich) mitnehmen.

Kernspintomografie und V.A.C. Dressings
V.A.C. Dressings können gewöhnlich mit minimalem Risiko im MR-Bereich am Patienten verbleiben, vorausgesetzt, der Gebrauch des V.A.C. Therapy Systems wird nicht länger als 2 Stunden unterbrochen (siehe V.A.C. Therapy fortsetzen). Es hat sich gezeigt, dass das V.A.C. GranuFoam Silver Dressing in MR-Umgebung keine bekannten Gefahren birgt, vorausgesetzt, die folgenden Bedingungen werden eingehalten:

  • Statisches Magnetfeld von 3 Tesla oder weniger,
  • Räumliches Gradientenfeld von 720 Gauß/cm oder weniger sowie
  • Maximale durchschnittliche Resorptionsgeschwindigkeit über den ganzen Körper von 3 W/kg pro 15 Minuten Scannen.

Nicht klinische Prüfung unter den gleichen Bedingungen erzeugte einen Temperaturanstieg von <0,4 °C. Die MR-Bildqualität kann kompromittiert sein, wenn der zu erfassende Bereich im gleichen Gebiet oder relativ nahe beim V.A.C. GranuFoam Silver Dressing liegt.

Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO)
V.A.C. Therapy Einheit nicht in eine Druckkammer mitnehmen. Die V.A.C. Therapy Einheit ist nicht dafür geeignet und stellt in diesem Umfeld eine Brandgefahr dar. Nach dem Entfernen der V.A.C. Therapy Einheit, entweder(i) V.A.C. Dressing für die Dauer der hyperbaren Sauerstofftherapie durch einen anderen HBO-kompatiblen Verband ersetzen oder(ii) das nicht abgeklemmte Ende des V.A.C. Schlauchsystems mit feuchter Gaze bedecken und das V.A.C. Dressing (einschließlich Schläuche) für die Dauer der Druckkammerbehandlung mit einem feuchten Handtuch abdecken. Zur HBO-Therapie darf das V.A.C. Schlauchsystem nicht abgeklemmt werden. Das V.A.C. Dressing nie länger als 2 Stunden in situ belassen, wenn keine V.A.C. Therapy durchgeführt wird. Weitere Informationen finden Sie unter V.A.C. Therapy fortsetzen.
 

Vorsichtsmaßnahmen

Übliche Vorsichtsmaßnahmen
Um das Risiko einer Übertragung hämatogener Pathogene zu senken, sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zur Infektionskontrolle bei allen Patienten gemäß den gültigen Richtlinien anzuwenden, ungeachtet von Diagnose und vermutetem Infektionsstatus. Zusätzlich zu Handschuhen auch Kittel und Schutzbrille tragen, wenn ein Kontakt mit Körperflüssigkeiten wahrscheinlich ist.

Kontinuierliche oder intermittierende V.A.C.-Therapy
Wenden Sie eher die kontinuierliche statt der intermittierenden V.A.C.Therapy über instabilen Strukturen an, wie beispielsweise einer instabilen Brustwand oder einer nicht intakten Faszie, um die Bewegung zu minimieren und zur Stabilisierung des Wundbetts beizutragen. Kontinuierliche Therapie wird im Allgemeinen ebenfalls bei Patienten mit einem erhöhten Blutungsrisiko, stark exsudierenden Wunden, frischen Hautplastiken und Transplantaten sowie bei Wunden mit akuten Darmfisteln empfohlen.

Größe und Gewicht der Patienten
Die Größe und das Gewicht des Patienten sollte beim Verschreiben von V.A.C. Therapy berücksichtigt werden. Kleinkinder, Kinder, kleinwüchsige und ältere Patienten sollten besonders auf Flüssigkeitsverlust und Dehydratation überwacht werden. Auch Patienten mit stark exsudierenden Wunden oder großen Wunden im Verhältnis zu ihrer Körpergröße und ihrem Gewicht sollten eng überwacht werden, da auch hier das Risiko von übermäßigem Flüssigkeitsverlust und Dehydratation besteht. Bei der Kontrolle des Flüssigkeitsvolumens muss der Inhalt von Schläuchen und Kanistern berücksichtigt werden.

Rückenmarkverletzung
Wenn es beim Patienten zu einer autonomen Hyperflexie (plötzlicher Anstieg des Blutdrucks oder der Herzfrequenz als Reaktion auf die Stimulation des sympathischen Nervensystems) kommt, stellen Sie die Behandlung mit der V.A.C. Therapy ein, um die sensorische Stimulation zu minimieren, und ziehen Sie sofort einen Arzt hinzu.

Bradykardie
Das V.A.C. Therapy Dressing darf nicht in der Nähe des Vagusnervs platziert werden, um das Bradykardierisiko möglichst gering zu halten.

Darmfisteln
Wunden mit Darmfisteln erfordern spezielle Vorsichtsmaßnahmen zur Optimierung der V.A.C. Therapy. Die V.A.C. Therapy wird nicht empfohlen, wenn das Management oder die Kontrolle des Fistelexsudat das einzige Behandlungsziel ist.

Schutz der umliegenden Haut
Zur Abdeckung der intakten Wundhaut sollte der Einsatz von Hautschutzprodukten erwogen werden. Mit dem Schaumstoff nicht intakte Haut abdecken. Geschwächte/anfällige Haut im Wundbereich mit zusätzlichem V.A.C. Folie, Hydroolloid oder sonstiger transparenter Folie schützen.

  • Mehrere Schichten von V.A.C. Folie können die Wasserdampfdurchlässigkeit im m Wundbett vermindern, was das Risiko von Hautmazerationen erhöht.
  • Bei Anzeichen einer Reizung oder Überempfindlichkeit gegenüber der Folie, dem Schaumstoff oder dem Schlauchsystem, die Anwendung sofort abbrechen und einen Arzt hinzuziehen.
  • Zur Vermeidung einer traumatischen Verletzung der Haut im Wundbereich die Folie beim Anlegen nicht über den Schaumstoffverband ziehen oder dehnen.
  • Bei Patienten mit neuropathischer Ätiologie oder eingeschränkter Blutzirkulation ist besondere Vorsicht angezeigt.


Anlegen eines zirkulären Verbands
Das Anlegen eines zirkulären Verbands ist zu vermeiden, außer bei Vorliegen von Ödemen oder stark nässenden Extremitäten, bei denen ein zirkulärer Verband ggf. erforderlich ist, um eine Abdichtung zu erreichen und beizubehalten. Gegebenenfalls empfiehlt sich die Verwendung mehrerer kleiner Stücke von V.A.C. Folie anstelle eines durchgehenden großen Stückes, um das Risiko einer eingeschränkten distalen Durchblutung zu minimieren. Beim Fixieren der Folie äußerst vorsichtig vorgehen; sie darf weder gedehnt noch gezogen werden, sondern muss lose anhaften und die Ränder müssen ggf. mit einer elastischen Umhüllung stabilisiert werden. Wird Folie rings um den Körper bzw. einen Körperteil angelegt, unbedingt und wiederholt den distalen Puls messen und den distalen Kreislaufzustand bestimmen. Bei Verdacht auf eingeschränkte Blutzirkulation die Therapie abbrechen, den Verband entfernen und einen Arzt hinzuziehen.

Überhöhter Unterdruck bei der V.A.C. Therapy Einheit
In seltenen Fällen kann bei einer Blockierung des Schlauchs der V.A.C. Therapy Einheit der Unterdruck kurzzeitig auf über 250 mm Hg ansteigen. Alarmursachen sofort beheben. Weitere Hinweise sind der Gebrauchsanleitung zu entnehmen oder bei der KCI-Vertretung zu erfragen.

Zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen für V.A.C. GranuFoam Silver Dressing

Topische Lösungen oder Mittel
Bei Verwendung des V.A.C. GranuFoam Silver Dressings keine topischen Lösungen oder Mittel verwenden, die mit Silber in schädlicher Weise reagieren könnten. Salzlösungen können beispielsweise die Wirksamkeit von V.A.C. GranuFoam Silver Dressings beeinträchtigen. Fordern Sie beim Hersteller der topischen Lösung weitere Informationen an.

Schutzschicht
Für maximale Wirksamkeit sollte das V.A.C. GranuFoam Silver Dressing direkt auf die Wundfläche gelegt werden, um den optimalen Kontakt des Gewebes mit der Schaumstoff/Silber-Fläche zu verbessern. Wie alle V.A.C. Foam Dressings darf auch das V.A.C. GranuFoam Silver Dressing nicht in direktem Kontakt mit frei liegenden Blutgefäßen, Anastomosen, Organen oder Nerven platziert werden (siehe Abschnitt Schutz von Gefäßen und Organen ). Zwischen das V.A.C. GranuFoam Silver Dressing und die Wundfläche können nicht haftende Schichten gelegt werden, diese können jedoch die Wirksamkeit des V.A.C. GranuFoam Silver Dressings in dem von diesen Schichten bedeckten Bereich beeinträchtigen.

Elektroden oder Leitgel
Das V.A.C. GranuFoam Silver Dressing während der elektronischen Überwachung oder bei elektronischen Messungen nicht in Kontakt mit EKG-Elektroden oder anderen Elektroden oder leitfähigen Gelen kommen lassen.

Bildgebende Verfahren
Das V.A.C. GranuFoam Silver Dressing enthält das Metall Silber, das die Bilddarstellung bei bestimmten Bildgebungsmodalitäten beeinträchtigen kann.

Verbandskomponenten
Das V.A.C. GranuFoam Silver Dressing enthält elementares Silber (10%) als Formulierung zur verzögerten Freisetzung. Die Anwendung von silberhaltigen Produkten kann zu vorübergehender Gewebeverfärbung führen.

Für bestimmte V.A.C.-Spezialverbände und V.A.C. Therapy Einheiten wie beispielsweise für das V.A.C. Abdominal Dressing und das V.A.C. Instill Therapy System gelten weitere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen. Vor dem Gebrauch bitte die betreffende Gebrauchsanleitung beachten.

Indikationen für V.A.C. Abdominal Dressing

Dieser Spezialverband ist indiziert:

  • Zur vorübergehenden Überbrückung von Öffnungen der Bauchwand, wenn ein primärer Verschluss nicht möglich ist und/oder wiederholte Zugänge zur Bauchhöhle erforderlich sind.
  • Bei offenem Abdomen mit freiliegenden Darmschlingen, einschließlich abdominelles Kompartmentsyndrom.


Sicherheitsmaßnahmen für V.A.C. Abdominal Dressing System
 

  • Das V.A.C. Abdominal Dressing wird am besten bei Patienten ohne Hämorrhagie mit Ödembildung in der Bauchhöhle verwendet, welche einen sicheren Verschluss verhindert.
  • Bei Patienten mit präsenten oder hohem Blutungsrisiko und/oder Darmleckage ist besondere Vorsicht geboten. Eine Untersuchung der Patienten ist anzuraten um den Zustand des gastrointestinalen Trakts zu ermitteln.
  • Warnung: Patienten mit schwerem Abdominaltrauma und abdominellem Kompartmentsyndrom haben eine hohe Mortalitätsrate. Unabhängig vom Gebrauch des V.A.C. Abdominal Dressings müssen diese Patienten besonders aufmerksam überwacht werden.

Indikationen für V.A.C. GranuFoam Silver Dressing

Das V.A.C. GranuFoam Silver Dressing bietet eine wirksame Barriere gegen Bakterien und kann zur Reduzierung von Infektionen in den oben aufgeführten Wundtypen beitragen.

Zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen für V.A.C. GranuFoam Silver® Dressing

Topische Lösungen oder Wirkstoffe
Bei Verwendung des V.A.C. GranuFoam Silver Dressings keine topischen Lösungen oder Mittel verwenden, die mit Silber in schädlicher Weise reagieren könnten. Salzlösungen können beispielsweise die Wirksamkeit des V.A.C. GranuFoam Silver Verbands beeinträchtigen.

Schutzschicht
Für maximale Wirksamkeit sollte das V.A.C. GranuFoam Silver Dressing direkt auf die Wundfläche gelegt werden, um den optimalen Kontakt des Gewebes mit der Schaumstoff/Silber-Fläche zu verbessern. Wie alle V.A.C. Foam Dressings darf auch das V.A.C. GranuFoam Silver Dressing nicht in direktem Kontakt mit frei liegenden Blutgefäßen, Anastomosen, Organen oder Nerven platziert werden (siehe Abschnitt Gefäße und Organe schützen). Zwischen das V.A.C. GranuFoam Silver Dressing und die Wundfläche können nicht haftende Schichten gelegt werden, diese können jedoch die Wirksamkeit des V.A.C. GranuFoam Silver Dressings in dem von diesen Schichten bedeckten Bereich beeinträchtigen.

Elektroden oder Leitgel
Das V.A.C. GranuFoam Silver Dressing während der elektronischen Überwachung oder bei elektronischen Messungen nicht in Kontakt mit EKG-Elektroden oder anderen Elektroden oder leitfähigen Gelen kommen lassen.

Bildgebende Verfahren
Das V.A.C. GranuFoam Silver Dressing enthält das Metall Silber, das die Bilddarstellung bei bestimmten Bildgebungsmodalitäten beeinträchtigen kann.

Verbandskomponenten
Das V.A.C. GranuFoam Silver Dressing enthält elementares Silber (10%) als Formulierung zur verzögerten Freisetzung. Die Anwendung von silberhaltigen Produkten kann zu vorübergehender Gewebeverfärbung führen.

Indikationen für V.A.C. Instill Therapy System:


Indikationen
Das V.A.C. Instill Therapy System wurde für Patienten entwickelt, die von einer Behandlung mit der V.A.C. Therapy in Verbindung mit einer kontrollierten Abgabe und Drainage von topischen Wundversorgungslösungen oder -suspensionen am Wundbett profitieren würden. Dazu gehören auch Patienten, bei denen das Entfernen infektiösen Materials bzw. anderer Flüssigkeit aus der Wunde durch fortwährenden Unterdruck von Vorteil wäre.

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